Ausstellung Artists Anonymous - Pressemitteilung

 
Artists Anonymous
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Malerei, Fotografie, Installation, Video
 

 
11. Januar bis 24. Februar 2008
Eröffnung am Freitag, 11. Januar 2008, ab 19 Uhr
 
 
Galerie Adler Frankfurt am Main. In traditionellen Präsentationsglaskästen festgepinnte gemalte Nachbildungen von Schmetterlingen, dahinter großformatige „Nachbilder“ dieser Gemälde, invertierte Fotografien der Originale, präsentiert als seien sie aus der Wirklichkeit genommen. Artists Anonymous überlagern verschiedene Abbilder um philosophische Fragen über die Natur der Realität hervorzurufen.

Die Nachbildung ist ein zentraler Aspekt im Gesamtkunstwerk von Artists Anonymous. Indem sie ihre Gemälde fotografieren, bilden AA ein Subjekt ab, das de Facto nicht existiert – wenigstens nicht in der Art, die die Reproduktion unterstellt. Fotografie gilt als das Medium, das die Wirklichkeit am getreuesten wiedergibt („Die Kamera lügt nicht“), doch diese Arbeiten manipulieren das Medium: Ausgedachte Charaktere und unwirkliche Landschaften erscheinen real. Die umgekehrten Farben, die in der fotografischen Reproduktion auftauchen, lassen ein vollkommen neues bild entstehen – eines, das trotz seiner Herkunft vom Original in der objektiven Realität nie greifbar existiert hat. In diesem Sinn produzieren AA Axiome, Objekte oder Szenen, die der Betrachter als wahr oder zumindest möglich annimmt. Sie spielen mit unserer Wahrnehmung von Wahrheit und Einbildung und erinnern daran, dass die Oberfläche aller Dinge eine weite und nicht in Erscheinung tretende alternative Realität verschleiert.

Vorbei an den Schmetterlingen findet sich eine Installation, die mit dem Thema Tod ein weiteres Leitmotiv in den Arbeiten von Artists Anonymous aufgreift. Diese Installation aus einer einfachen Kombination von Alltagsdingen vor einer Schicht in eine Ecke verbannter, sich wiederholender Bilder schält die übereinander liegenden Ebenen von Realitäten und Grundsätzen auseinander.

In den Arbeiten von Artists Anonymous sind komplementäre Gegensätze miteinander verflochten: Das Untersuchen negativer und positiver Farbkompositionen in den Gemälden oder Reproduktionen ist eine Art, widersprüchlichen und doch unzertrennlichen Dualitäten zu begegnen.
 
 
 
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