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Frankfurt am Main,
Januar 2007
Am 19. Januar 2007 eröffnet die Galerie Adler in ihren Räumen in
Frankfurt am Main die Ausstellung Illusion Unlimited des
österreichischen Künstlers Klaus Wanker (*1969 in Graz).
In seinen frühen Werken porträtierte Klaus Wanker unbekannte junge
Menschen, die sich in Erscheinungsbild und Outfit an jenen
Vorbildern der Medienwelt orientieren, die in den Hochglanzmagazinen
den Traum vom schönen und erfolgreichen Leben symbolisieren. Der
Wunsch, ein Star zu sein, wurde in seinen Bildern eingelöst.
In diesen Arbeiten blieb der Künstler sehr nah an den Personen, die
Umgebung wurde zur Nebensache und war meist nicht näher definiert.
Die Sehnsüchte und Träume der jugendlichen ‚Stars’ waren losgelöst
von Raum und Zeit.
In den aktuellen Gemälden stehen nicht mehr Unbekannte, sondern
professionelle Models im Mittelpunkt, als Stellvertreter der Jugend.
Ihre Persönlichkeit wird von der Werbeindustrie geformt. Um diese
Manipulation zu zeigen, werden Elemente aus der Werbung collageartig
neu zusammengesetzt und interpretiert. Über die Bilder ziehen sich,
fast unsichtbar, Slogans (die den Titeln der Werke entsprechen),
ähnlich einem Product Placement bei Spielfilmen.
Die Models werden jetzt zudem vor urbanen Hintergründen platziert.
Hochhausfassaden, U-Bahnhöfe und trostlose Landschaften sind die
Szenarien, vor denen sie für den Betrachter posieren. Ihr Blick ist
gelangweilt, distanziert und hat einen Anflug von Traurigkeit. Die
schöne Welt des Scheins hat sie allein zurückgelassen. Viele der
neuen Bilder sind in monochromen Farben gehalten, sie erinnern an
die Düsternis des Film Noir, in der die Stadt einen Hort des Bösen
verkörpert.
Zusätzlich zu diesen Menschenbildern sind es die Requisiten der
Konsum- und Medienwelt, die Markenartikel, die zum Œuvre von Wanker
gehören. Turnschuhe werden auf ein überdimensioniertes Maß von zwei
mal drei Meter aufgeblasen und zum Warenfetisch, zur Konsumikone
stilisiert. Im Vergleich zu den empfindsam wirkenden Bildern seiner
imaginären Stars strotzen die Sneakers vor farbenfroher Realität.
Davor gestellte, reale Gebetsbänkchen überhöhen die Produkte in
Sinne der Botschaft des Künstlers.
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Believe in me, 2006, Öl auf Styropor,
175 x 280 cm
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Klaus
Wanker
"Here we
go again"
Painting
21.
Januar - 2. April 2005
Eröffnung: Freitag, 21. Januar
2005, ab 19 Uhr
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Frankfurt am Main, Dezember 2005
– Kühl und präzise inszeniert Klaus
Wanker junge Menschen.
Sie sehen sich als Models und Stars aus der Welt der Werbung, der Show, der
Videoclips in den Music Channels. Sie fliehen aus der Realität in den
Glamour des Imaginary Stardom. Sie leben in den Großstädten, sind allein,
zerbrechlich, hypersensitiv. Sie sehnen sich nach Liebe und wollen zugleich
hart und stark sein – und cool. Deshalb greifen sie zum Style, zur Maske.
Im Imaginary Stardom fühlen sie sicher; hier stellen sie sich als VIPs dar.
Mit Streat Wear, Sun Glasses, Sneakers und Plastic Bags, mit der Symbolik
von Labels und Logos, Marken und Abzeichen zeigen sie sich als Traumfiguren;
hier vermitteln sie ihre Attitüden und Botschaften – durch inhaltsvolle und
inhaltslose Schlagworte auf ihren T-Shirts, die wie Graffitis auf den Wänden
der U-Bahn-Schächte anmuten.
Die Menschen, die Stars des Imaginary Stardom, sind Produkte der Medien, der
Mode- und Schönheitsindustrie; der Bar-Code wird zum Spiegel der Personen.
Klaus Wanker lässt die von ihm Portraitierten emotionslos wirken, statisch,
kühl. Mit den glatten und abweisenden Oberflächen der Gemälde werden die
Gesichter der Jugend eingefroren.
In der Ausstellung „Here we go again“ präsentiert die Galerie Adler die
neuesten Gemälde von Klaus Wanker. Der Künstler verfolgt sein Thema des
Imaginary Stardom weiter, wobei die Kühle der Figuren durch die monochrome
Malweise verstärkten Ausdruck erhält. Slogans im Hintergrund einiger der
neuen Bilder erinnern an die schleichende Werbung bei Hollywood-Kinofilmen.
Vernissage
Freitag, 21. Januar 2005, 19 - 23 Uhr
Ausstellungsdauer
21. Januar - 2. April 2005
Öffnungszeiten
Di, Mi 15-18 Uhr, Do, Fr 12-19 Uhr
Sa 11-15 Uhr und nach Vereinbarung
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Ohne Titel, 2004, Öl auf Leinwand
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